kulturbanausen unter sich

18 Oktober 2009

gestern war in münchen die lange nacht der museen. und wie die anderen male auch habe ich mir eine karte besorgt. mit julia habe ich mich dann auf tour gemacht. damit uns die kunst nicht zu sehr von den socken holt, haben wir uns erstmal schön im yum 2 take verpflegt. die wantan waren sehr gut. das grüne thai curry mit truthahn hatte ein bisschen viel kohl drin. aber lecker war es. mit so viel energie sind wir dann ins bräu-und oktoberfestmuseum in der nähe vom isartor spaziert. das ist eigentlich ein wirtshaus mit museumsteil. total toll. das haus ist superverwinkelt und trotzem haben die es geschafft einen fahrstuhl ins haus einzubauen. danach waren wir im valentin- und karlstadtmuseum. das war leider so überlaufen, dass der besuch nicht so viel spaß gemacht hat. danach haben wir uns die licht- und musikinszenierung in der st. paulskirche angeschaut. hatte was von wellnessbereich. stimmungsvolle musik und viel indirekte beleuchtung machten das alles sehr gemütlich. um es denn mit der kultur nicht zu übertreiben sind wir lieber ins siemensforum gegangen und haben uns mit technischen und ökologischen aspekten beschäftigt. liegt uns naturwissenschaftlern eigentlich mehr. eigentlich dachten wir, wir gönnen uns jetzt einen erholungssnakebite, aber dann geht es noch auf den olympiaturm. nur leider war es irgendwie schon halb zwei als wir das ryan muddy boot verließen. es war so gemütlich da drin, dass wir noch schnell einen zweiten snakebite bestellten. dann hätten wir es bis 2 garantiert nicht mehr in den olyturm geschafft und sind lieber ins bett gegangen. ich hatte auch gott sei dank noch die letzte ubahn am hbf nehmen können. danach war ich auch sooooo kaputt, dass ich es heute erst um 4 ins labor geschaffen habe…


bücher im kurzabriss

18 Oktober 2009

war ja zuhause und hab in der zeit auch gelesen. der vorleser ist ne komische geschichte. die erste hälfte geht es viel um sex. danach nicht mehr so. p.s. ich liebe dich handelt von einer frau, die posthum jeden monat einen brief und eine aufgabe von ihrem ehemann bekommt und ihre trauer bekämpft. hohle köpfe ist ein relativ durchschnittlicher scheibenweltroman, aber natürlich immer noch sehr lustig.

jetzt lese ich gerade spektrum von lukianenko. verspricht ganz gut zu werden.


zurück am schreibtisch

15 Oktober 2009

ich bin wieder in münchen angekommen. hatte eine horrorrückfahrt. statt um 1 uhr kam ich nach 3 uhr am hauptbahnhof an. zusammengepfercht in einem großraumtaxi von nürnberg aus. um die uhrzeit fuhr natürlich auch keine ubahn mehr. also noch mal eine stunde in der u4 warten bis es denn endlich zum prinzregentenplatz ging. man war ich kaputt.

zum zweiten mal durfte ich also wegen eines selbstmörders verspätungen in kauf nehmen. leute, das nervt nicht nur die zu spät kommenden, sondern bereitet dem lokführer und dem rettungspersonal echt keine schöne zeit. also lasst es sein und sucht euch hilfe!

gestern war dementsprechend nicht viel mit arbeiten. und heute bin ich wieder voll eingespannt. gefühlte 1000 zitate editiert für endnote, resp. die diss.

und nächste woche geht dann das praktikum wieder los. volle segel voraus!


lausbubengeschichten: tante frieda

11 Oktober 2009

ich hab mir für etwas kurzweiligkeit nach so viel ernsten büchern die lausbubengeschichten von ludwig thoma gegönnt. und die sind schon etwas extremer als die geschichten, die ich noch aus filmen kenne. der junge ist wirklich wohl nicht ganz dicht. ich meine ein spielzeugschiff in die luft jagen und kirchenfenster ist eine sache. aber tiere massakrieren dann schon etwas, wofür mein verständnis und auch mein humor (auch wenn es nur literatur ist) nicht ausreicht.

das geschriebene bayerisch ist auch nicht wirklich einfach zu verstehen. vor allem, weil so viele ausdrücke heute so gar nicht mehr verwendet werden.

das werden wohl meine letzten gelesenen lausbubengeschichten sein. mir gefiel es weniger….


der junge im gestreiften pyjama

10 Oktober 2009

so, das buch, über das hier schon kurz geredet wurde ist jetzt auch gelesen. der junge im gestreiften pyjama ist, nicht wirklich überraschend, ein kz-häftling in ausschwitz-birkenau. der junge von dem die geschichte aber hauptsächlich handelt ist der sohn des kz-kommandeurs.

der steht auf einmal vor dem zimmermmädchen, dass ihm seine klamotten in eine große kiste packt. die familie müsse umziehen, weil der furor (ein sprechfehler des jungen) noch großes mit dem herrn papa vorhabe.

in ausschwitz ist alles unausstehlich. das haus hat nur 12 zimmer. für ein verzogenes gör natürlich viel zu wenig. niemand zum spielen. die pubertierende schwester himmelt lieber junge ss-offiziere an. und in die nähe des zaunes, wo die leute alle gestreifte kleidung tragen darf er nicht.

im haus laufen juden herum, aber das realisiert der junge nicht wirklich. eines tages erforscht er den zaun und ganz am ende lernt er einen jungen von der anderen seite des zaunes kennen. mit dem trifft er sich von nun an täglich. sie können aber nie spielen und reden nur.

als der vater endlich findet, dass auschwitz nicht der richtige ort für kinder ist, besorgt sich der junge auch einen gestreiften pyjama und versucht den vater des anderen jungen zu finden.

über das ende mag ich jetzt nix verraten. der junge, also der ich-erzähler, ist nicht wirklich helle. selbst für einen neunjährigen nicht. außerdem verfressen, ein wenig feige oder sagen wir rückgratlos und mir die ganze zeit nicht sympatisch. der rest der familie ist auch sehr komisch beschrieben. der vater, der nur den führer im kopf hat, kann man nicht wirklich mögen. man kann kz-kommandeure allgemein nicht mögen. das ist zu heutiger zeit nicht mehr möglich. die mutter säuft und hat liebschaften? die schwester ist, wie der junge selber sagt, ein hoffnungsloser fall.

alles in allem sehr komische charaktere. aber ein tolles buch.


13 wahre geschichten

2 Oktober 2009

von alex capus habe ich jetzt ja schon mehrere bücher gelesen. dieses handelt, wie der titel schon andeutet, von dreizehn wahren geschichten aus der schweiz oder über schweizer. zehn davon sind wirklich gut. bei drei anderen denkt man sich, dass der autor wohl noch seiten füllen musste. interessant z.b. ist die geschichte über den namensgeber der autofirma chevrolet, der am ende seines lebens als armer mechaniker bei seiner früheren firma arbeitete. der ortsname olten fällt öfters im buch. das liegt wohl daran, dass der autor dort wohnt.

bei manchen geschichten muss man sehr schmunzeln. das hat mir schon bei reisen im licht der sterne so gefallen. und die geschichte vom söldner, der nach jeder schlacht vom verlierer eingestellt wird und dann irgendwann seinen dienstherren verrät ist natürlich am ende tragisch, aber schon sehr interessant.

ich denke, dass in diesen geschichten, die wirklich alle wahr sind, sich nicht immer alles mit spannungsbogen schreiben lässt, das buch aber trotzdem die ideale öpnv-lektüre ist. man kommt schnell in die geschichten rein und ist auch schnell wieder durch damit.