postseason abgeschlossen

6 November 2009

heute hab ich mir mal das gute wetter zunutze gemacht und früher feierabend gemacht. eine intensive 40min-einheit gestartet und übermorgen dann mal wieder ga1 über lange zeit. die marathonvorbereitung startet jetzt.

nebenbei hab ich gestern abend endlich spektrum zudende gebracht. es ist nicht das beste buch von lukianenko, aber dennoch eine tolle geschichte.

irgendwann vor ein paar jahren kamen außerirdische auf die erde und installierten ein portal, mit dem man sich auf andere welten transportieren kann. der maut wird in form einer neuen geschichte eingefordert. die schließer (also die außerirdischen) sind dabei sehr kritisch. martin, der held der geschichte, genannt der läufer, weil er es immer schafft am tor durchzukommen, bekommt den auftrag, die tochter eines einflussreichen mannes wiederzufinden.

auf dem ersten planeten wird das mädchen dann ermordet. auf dem nächsten planeten auch, irgendwie hat es sich nämlich versiebenfacht.

da die sorge besteht, dass die außerirdischen alle planeten vernichten wollen (eine 2. sintflut stünde an), versucht martin hinter das geheimnis der schließer zu kommen. dabei landet er auf planeten auf dem intelligente einzeller leben. die oberflächenspannung von wasser unglaublich hoch ist (ein traum für jemanden, der an tensiden forscht :-) ) oder auf einen planeten, auf dem die bewohner ihren verstand im erwachsenalter abgeben.

tolle phantastische welten, eine gute übericht über gute küche und eine spannende geschichte. ich kann das buch nur empfehlen!


bücher im kurzabriss

18 Oktober 2009

war ja zuhause und hab in der zeit auch gelesen. der vorleser ist ne komische geschichte. die erste hälfte geht es viel um sex. danach nicht mehr so. p.s. ich liebe dich handelt von einer frau, die posthum jeden monat einen brief und eine aufgabe von ihrem ehemann bekommt und ihre trauer bekämpft. hohle köpfe ist ein relativ durchschnittlicher scheibenweltroman, aber natürlich immer noch sehr lustig.

jetzt lese ich gerade spektrum von lukianenko. verspricht ganz gut zu werden.


lausbubengeschichten: tante frieda

11 Oktober 2009

ich hab mir für etwas kurzweiligkeit nach so viel ernsten büchern die lausbubengeschichten von ludwig thoma gegönnt. und die sind schon etwas extremer als die geschichten, die ich noch aus filmen kenne. der junge ist wirklich wohl nicht ganz dicht. ich meine ein spielzeugschiff in die luft jagen und kirchenfenster ist eine sache. aber tiere massakrieren dann schon etwas, wofür mein verständnis und auch mein humor (auch wenn es nur literatur ist) nicht ausreicht.

das geschriebene bayerisch ist auch nicht wirklich einfach zu verstehen. vor allem, weil so viele ausdrücke heute so gar nicht mehr verwendet werden.

das werden wohl meine letzten gelesenen lausbubengeschichten sein. mir gefiel es weniger….


der junge im gestreiften pyjama

10 Oktober 2009

so, das buch, über das hier schon kurz geredet wurde ist jetzt auch gelesen. der junge im gestreiften pyjama ist, nicht wirklich überraschend, ein kz-häftling in ausschwitz-birkenau. der junge von dem die geschichte aber hauptsächlich handelt ist der sohn des kz-kommandeurs.

der steht auf einmal vor dem zimmermmädchen, dass ihm seine klamotten in eine große kiste packt. die familie müsse umziehen, weil der furor (ein sprechfehler des jungen) noch großes mit dem herrn papa vorhabe.

in ausschwitz ist alles unausstehlich. das haus hat nur 12 zimmer. für ein verzogenes gör natürlich viel zu wenig. niemand zum spielen. die pubertierende schwester himmelt lieber junge ss-offiziere an. und in die nähe des zaunes, wo die leute alle gestreifte kleidung tragen darf er nicht.

im haus laufen juden herum, aber das realisiert der junge nicht wirklich. eines tages erforscht er den zaun und ganz am ende lernt er einen jungen von der anderen seite des zaunes kennen. mit dem trifft er sich von nun an täglich. sie können aber nie spielen und reden nur.

als der vater endlich findet, dass auschwitz nicht der richtige ort für kinder ist, besorgt sich der junge auch einen gestreiften pyjama und versucht den vater des anderen jungen zu finden.

über das ende mag ich jetzt nix verraten. der junge, also der ich-erzähler, ist nicht wirklich helle. selbst für einen neunjährigen nicht. außerdem verfressen, ein wenig feige oder sagen wir rückgratlos und mir die ganze zeit nicht sympatisch. der rest der familie ist auch sehr komisch beschrieben. der vater, der nur den führer im kopf hat, kann man nicht wirklich mögen. man kann kz-kommandeure allgemein nicht mögen. das ist zu heutiger zeit nicht mehr möglich. die mutter säuft und hat liebschaften? die schwester ist, wie der junge selber sagt, ein hoffnungsloser fall.

alles in allem sehr komische charaktere. aber ein tolles buch.


13 wahre geschichten

2 Oktober 2009

von alex capus habe ich jetzt ja schon mehrere bücher gelesen. dieses handelt, wie der titel schon andeutet, von dreizehn wahren geschichten aus der schweiz oder über schweizer. zehn davon sind wirklich gut. bei drei anderen denkt man sich, dass der autor wohl noch seiten füllen musste. interessant z.b. ist die geschichte über den namensgeber der autofirma chevrolet, der am ende seines lebens als armer mechaniker bei seiner früheren firma arbeitete. der ortsname olten fällt öfters im buch. das liegt wohl daran, dass der autor dort wohnt.

bei manchen geschichten muss man sehr schmunzeln. das hat mir schon bei reisen im licht der sterne so gefallen. und die geschichte vom söldner, der nach jeder schlacht vom verlierer eingestellt wird und dann irgendwann seinen dienstherren verrät ist natürlich am ende tragisch, aber schon sehr interessant.

ich denke, dass in diesen geschichten, die wirklich alle wahr sind, sich nicht immer alles mit spannungsbogen schreiben lässt, das buch aber trotzdem die ideale öpnv-lektüre ist. man kommt schnell in die geschichten rein und ist auch schnell wieder durch damit.


the uncommon reader

28 September 2009

alan bennett hat ein buch übers lesen geschrieben. vor dem buckingham palace steht auf einmal eine fahrbücherei. und als einzigen kunden hat der bus einen küchenjungen. dann betritt auf einmal die queen den bus. und fühlt sich dazu verpflichtet ein buch auszuleihen und dieses dann auch zu lesen.

daraus wird dann fast eine obsession. die queen merkt, was ihr die ganze zeit gefehlt hat: bücher. der küchenjunge wird zum persönlichen sekretär und bücherbeauftragten.

dieser wird aber bald abgesägt, in der hoffnung, dass dadurch die lesebegierde etwas gehemmt werden könne. klappt aber nicht.

alle verpflichtungen werden für ihre majestät immer mehr zur qual. und immer ist ein buch dabei. das bringt den hofstaat etwas durcheinander.

und zum schluss kommt es zu einem sehr überraschenden ende, mehr verrate ich mal nicht.

das buch war jetzt nicht so der knaller. man hat es ziemlich schnell durch, auch wenn man leo wegen der ganzen protokollausdrücke öfter mal zu rate ziehen muss. also nicht unbedingt eine leseempfehlung von mir. auf 30 seiten kommt vielleicht ein guter witz oder seitenhieb. nicht unbedingt eine hohe quote…


eifelträume

24 September 2009

das buch war jetzt mal was ganz anderes. ne arbeitskollegin hat mir mal einen deutschen krimi in die hände gelegt. wie gesagt, er heißt eifelträume. obwohl der herr michael preute oder jacques berndorf mir bis dato vollkommen unbekannt war, soll er der erfolgreichste krimiautor deutschlands sein. nun gut. wieder was gelernt.

zum buch. ein kleines mädchen wird tot aufgefunden. es liegt nur ein paar hundert meter vom elternhaus entfernt. der mörder ist nicht auffindbar. vor allem deswegen, weil in der eifel wohl wirklich jeder lügt oder zumindest immer nur teile der wahrheit preisgibt.

siggi baumeister ist journalist, der von einem hamburger magazin gebeten wird, sich mal ein genaues bild von den ermittlungen zu machen. da preute viel für den spiegel geschrieben hat, würde es mich wundern, wenn nicht der augstein selber am telefon gewesen sein soll. aber das kann man aus dem kurzen dialog eher erahnen als wissen. baumeister ist sturköpfig, hat eine etwas schroffe art, ist trockener alkoholiker und passionierter pfeifenraucher.

dass baumeister die halbe kripo mit vornamen kennt, macht ihm die arbeit natürlich weitaus einfacher. im endeffekt hilft er der polizei die ganze zeit, die lügen aufzudecken. jedes kapitel enthüllt ein bisschen mehr wahrheit und kurz vor ende ist dann klar, wer das mädchen erschlagen hat. leider sind im zusammenhang mit diesem mord auch noch zwei selbstmorde und ein weiterer mord (an einem erwachsenen) passiert. um deren aufklärung geht es in dem buch aber weniger.

im endeffekt schimpft der autor das ganze buch durchgehend über die eifler. vetternwirtschaft, inzucht, heuchelei, üble nachrede, etc. an den meisten sachen sind die frauen schuld. das wetter ist auch zweifelhaft. man sollte nach der lektüre auf jeden fall seine urlaubspläne überdenken :-)

das buch ist spannend, aber kein richtiger thriller. bei simon becket steht halt die ganze zeit jemand unter lebensgefahr. hier kann man das buch aus der hand legen. man weiß, dass auf den nächsten seiten wieder was freigelegt wird. aber es kommt niemand mehr zu schaden und der mörder wird auch nicht preisgegeben. also nette, leichte lektüre. auch wenn das fast schon fies klingt, wenn man über das thema kindsmord in krimis redet.

und außerdem scheint sich der autor gut mit vögeln auszukennen. die werden etwas viel beschrieben.


die bücherdiebin

22 September 2009

ein tolles buch. muss man wirklich gelesen haben.

während des krieges kommt ein kind in eine pflegefamilie. der pflegevater wird bald zum absoluten held für das kleine mädchen. nach dem reichsprogrom nimmt die familie auch einen juden im keller auf und versteckt und pflegt ihn so gut es geht. eine sehr tragische, aber auch eine sehr schöne geschichte. interessant ist auch die erzählweise. der erzähler ist nämlich der tod.

also sofort zum buchhändler eures vertrauens und das buch besorgen!