yukio mishima – nach dem bankett

dieses buch war bis jetzt eine der größten enttäuschungen, amazon hat hier mal wirklich eine verkehrte empfehlung ausgesprochen. die geschichte handelt von einem ehrgeizigen miststück und einem mann, der in seinen idealen fast erstickt. sie heiraten, obwohl keiner so genau weiß warum…..liebe war auf jeden fall nicht der grund. zumindest kein richtiger. sie möchte gerne in einem großen familiengrab beerdigt werden, deswegen hält sie seine existenz aus. warum er heiratet ist mir vollkommen schleierhaft. aus eigenem ehrgeiz und ansporn verschuldet sie sich, damit er die wahl zum präfekten von tokyo gewinnen soll. das klappt leider nicht und sie will zurück in ihr altes leben, weil das neue (verlierer/rentnerleben) nicht das ist, was sie sich vorstellt. das buch handelt davon, wie sich zwei menschen ignorieren. ganz ehrlich: mir wäre ein ritueller selbstmord zur mitte des buches schon recht gewesen um die geschichte abzukürzen.

was mich an japan eigentlich so fasziniert, die etikette und die körperspannung, kommt in diesem buch so übertrieben rüber, dass ich wirklich froh bin, ein lauter, direkter deutscher zu sein. so, wie die beiden sich missverstehen ist es wirklich niemandem zu wünschen. im endeffekt hat in diesem buch nachher jemand kaum etwas verloren, noch hat jemand irgend etwas gewonnen.

aber wahrscheinlich habe ich auch einfach nicht genug literaturgefühl um solche geschichten wertschätzen zu können.

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