eine frage der zeit

das buch handelt von einem deutschen schiffbauer, der für das deutsche kaiserreich ein schiff auf den tanganikasee bringen soll. damit wäre das deutsche schiff das größte und hätte mächtigen einfluss auf ganz zentralafrika. dafür wird sein schiff einmal in papenburg aufgebaut, dann wieder abgebaut und über tausende kilometer in kisten nach deutsch-ostafrika gebracht….

der gegenspieler ist oberleutnant spencer der royal navy. ein unglaublicher mensch. der charakter ist besonders lustig und paddelig beschrieben.

am besten wird das buch mit einem zitat daraus beschrieben:

„Gemessen am ürsprünglichen Zeitpunkt war Anton Rüter zwar drei bis vier Monate hinterher; aber zuhause in Papenburg hatte er eben noch nicht wissen können, dass am Äquator ein Arbeitstag nicht zwölf, sondern höchsten neun Stunden dauerte, weil es erstens nur 12 Stunden hell war und zweitens die heiße Mittagssonne auch den fleißigsten Papenburger Schiffbauer zu zwei bis drei Stunden Mittagsschlaf zwang, und ebenso wenig hätte er ahnen können, dass es während der häufigen, oft tage dauernden Wolkenbrüche sinnlos war, überhaupt nur einen Fuß vor die Tür zu setzen; und nicht vorrauszusehen war schließlich gewesen, dass lang vor dem Stapellauf ein ziemlich zeitraubender Weltkrieg ausbrechen würde.“

das beschreibt den humor sehr schön, aber auch die traurige situation in der sich die charaktere befinden.

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One Response to eine frage der zeit

  1. jessebird sagt:

    Wollte ich auch immer mal lesen, ist mir bisher noch nicht gelungen. Aber gelesen habe ich: „Die wahre Geschichte der African Queen“ von Giles Foden. Darin wird die (wirklich wahre!) Geschicht erzählt, wie die Royal Navy beschließt genau diesen Dampfer während des 1. WK zu versenken. Dazu schickt man einen skurrilen Offizier mit merkwürdiger Mannschaft nach Afrika. Dort schaffen sie ÜBER LAND (!) zwei bessere Paddelboote zum Tanganjika-See und greifen die Deutschen an. Auf dieser Geschichte basiert der Film „African Queen“ mit Bogart. Liest sich wirklich gut und vermittelt ein ganz eigenes Bild des 1. WK. – Besonders interessant finde ich die Tatsache, daß der Dampfer, von dem immer die Rede ist, noch immer als Fähre auf dem See in Dienst ist. (Zumindest vor ein paar Jahren noch.) Mittlerweile von Dampf auf Diesel umgerüstet und ohne seine Kanonen, aber immerhin. Made in Germany!

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