eifelträume

das buch war jetzt mal was ganz anderes. ne arbeitskollegin hat mir mal einen deutschen krimi in die hände gelegt. wie gesagt, er heißt eifelträume. obwohl der herr michael preute oder jacques berndorf mir bis dato vollkommen unbekannt war, soll er der erfolgreichste krimiautor deutschlands sein. nun gut. wieder was gelernt.

zum buch. ein kleines mädchen wird tot aufgefunden. es liegt nur ein paar hundert meter vom elternhaus entfernt. der mörder ist nicht auffindbar. vor allem deswegen, weil in der eifel wohl wirklich jeder lügt oder zumindest immer nur teile der wahrheit preisgibt.

siggi baumeister ist journalist, der von einem hamburger magazin gebeten wird, sich mal ein genaues bild von den ermittlungen zu machen. da preute viel für den spiegel geschrieben hat, würde es mich wundern, wenn nicht der augstein selber am telefon gewesen sein soll. aber das kann man aus dem kurzen dialog eher erahnen als wissen. baumeister ist sturköpfig, hat eine etwas schroffe art, ist trockener alkoholiker und passionierter pfeifenraucher.

dass baumeister die halbe kripo mit vornamen kennt, macht ihm die arbeit natürlich weitaus einfacher. im endeffekt hilft er der polizei die ganze zeit, die lügen aufzudecken. jedes kapitel enthüllt ein bisschen mehr wahrheit und kurz vor ende ist dann klar, wer das mädchen erschlagen hat. leider sind im zusammenhang mit diesem mord auch noch zwei selbstmorde und ein weiterer mord (an einem erwachsenen) passiert. um deren aufklärung geht es in dem buch aber weniger.

im endeffekt schimpft der autor das ganze buch durchgehend über die eifler. vetternwirtschaft, inzucht, heuchelei, üble nachrede, etc. an den meisten sachen sind die frauen schuld. das wetter ist auch zweifelhaft. man sollte nach der lektüre auf jeden fall seine urlaubspläne überdenken 🙂

das buch ist spannend, aber kein richtiger thriller. bei simon becket steht halt die ganze zeit jemand unter lebensgefahr. hier kann man das buch aus der hand legen. man weiß, dass auf den nächsten seiten wieder was freigelegt wird. aber es kommt niemand mehr zu schaden und der mörder wird auch nicht preisgegeben. also nette, leichte lektüre. auch wenn das fast schon fies klingt, wenn man über das thema kindsmord in krimis redet.

und außerdem scheint sich der autor gut mit vögeln auszukennen. die werden etwas viel beschrieben.

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2 Responses to eifelträume

  1. quadratmeter sagt:

    Von diesen Eifelkrimis kas ich kürzlich auch einen, es war gerade nichts anderes zur Hand. Wenn ich deinen Blogbeitrag so lese, reicht es wohl, einen gelesen zu haben, um alle zu kennen. Es hat mich nicht vom Hocker gerissen. Aber diese Krimis mit Lokalkolorit kommen offenbar irre gut an. Wer’s braucht…

  2. larsschiefelbein sagt:

    stimmt. ich meine, den tortengräber fand ich an sich schon ganz gut. dass die hauptperson aber zweimal durch die strasse läuft, in der mein bruder wohnt, hat das aber irgendwie noch besser gemacht. und gut zu wissen, dass ich dann wohl auch nicht mehr von denen zu lesen brauche 🙂

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